Rote Zahlen bei Casino in NRW

Das Ende des Jahres rückt näher und damit heißt es für viele Betriebe und damit auch Casinos, Bilanz zu ziehen, die nicht immer positiv ausfällt, so auch bei vier staatlichen Casinos in Nordrhein-Westfalen Aachen, Dortmund, Bad Oeynhausen und Duisburg. Überraschend ist diese Meldung nicht, da die Casinos seit Jahren einen Rückgang an Besucherzahlen verzeichnen. 

Betrachtet man die rückläufigen Zahlen der landbasierten Casinos, sollte klar werden, dass die goldenen Zeiten der Blackjack-, Roulette-, und Automatentempel vorbei sein könnten, wofür vor allem harte Zahlen schwarz auf weiß sprechen, die sich seit rund zehn Jahren nach unten korrigieren, was die Jahresbesucher betrifft. So haben in 2014 gerade mal 866.000 Gäste die Casinos in NRW besucht – insgesamt und alle zusammengenommen, was gut die Hälfte von dem ist, was vor einem Jahrzehnt noch beliebt war.

Gerettet hat in 2014 die Casinos ein branchenunüblicher Verkauf von zwei Bilder von Andy Warhol in New York für umgerechnet 120 Millionen Dollar, eine stolze Summe, auf die man dieses Jahr nicht mehr hoffen darf, sollten nicht noch andere Kunstschätze in einem der Casinos an der Wand hängen.

Generalüberholung der Casinos steht an für die nächsten Jahre

Der Betreiber der vier Spielbanken in NRW, Westspiel, hat nun einen Beitrag veröffentlicht, in dem die Rede von 9 Millionen Euro ist, die fehlen und damit auch den Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen betrifft. Eine Beratung zu diesem Thema ist für den Donnerstag angesetzt, in der über die Tochter der NRW-Bank diskutiert werden soll.

Zwar ist bereits die Rede von einer Generalüberholung der Casinos die Rede, die unter anderem in der Spielbank Köln stattfinden soll, doch fehlt es noch an einem einschlägigen Konzept, das den tatsächlichen Erfolg auch garantiert und mit dem nach Schätzung der Bank auch frühestens in fünf bis sechs Jahren gerechnet werden kann. Der Zeitraum klingt nach einer langen Durststrecke, betrachtet man die abnehmenden Zahlen und den eher geringen Anreiz, den Casinos zurzeit bieten, woran die bislang ungelöste Situation der Regulierung sicher ihren Anteil hat. Die NRW-Casinos stehen übrigens nicht alleine da, was ihre Situation betrifft, auch auf der anderen Seite der Welt kämpft man im chinesischen Casino-Paradies Macau mit ähnlichen Problemen und selbst in Las Vegas spülen die Kunden nicht mehr so viel Geld in die Kassen wie sonst.

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