Gesetzesentwurf für Online-Poker-Markt in Kalifornien verabschiedet

Zum ersten Mal überhaupt hat es ein Gesetzesentwurf für Online-Poker in Kalifornien geschafft, in einer Abstimmung vom Assembly Governmental Organization Kommitee befürwortet zu werden. Dies könnte der ausschlaggebende Schritt in Richtung Marktöffnung eines regulierten Pokermarktes an der Westküste der USA sein. 

Am 27. April 2015 wurde das erste Mal in der Geschichte Kaliforniens der Gesetzesentwurf AB 431 zum Online Poker verabschiedet, der somit nicht mehr infrage stellen dürfte, ob der regulierte Online-Pokermarkt in Kalifornien eröffnet wird, sondern wann dieses geschieht. Noch stehen dem Gesetzesentwurf drei weitere Anhörungen bis Anfang August bevor, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der möglichen Öffnung des Pokermarkts an der Westküste befassen. In diesen vorerst meist informativen Anhörungen geht es um die Rechtmäßigkeit, Bewilligung und Regulierung des Marktes in Kalifornien, bei denen ebenfalls der Senat vor Ort sein wird.

Der CEO des Global Poker Indexes, Alexandre Dreyfus, zeigte sich erfreut über diese Entwicklung, die zum ersten Mal seit über 6 Jahren ein positives Zeichen hinsichtlich der Regulierung von Online Poker setzt und seiner Aussage nach einen Schmetterlingseffekt auslösen und einen neuen Boom für die Pokerindustrie bedeuten wird. Mit einem geschätzten Einkommen von 350 Millionen US-Dollar im Jahr dürften gerade Investoren und Unternehmer erfreut sein und zur weltweiten Expandierung von Online-Poker beitragen.

AB 431 und potentielle Konflikte

Bis es dazu kommt, muss der bislang kurz gehaltene Gesetzesentwurf AB 431 von gerade drei Seiten, der sich sehr generell mit der Regulierung auseinandersetzt, wesentlich detaillierter ausgearbeitet werden, wozu die kommenden Anhörungen ihren Teil beitragen werden.

Kritisch ist in diesem Zusammenhang ist die Frage, wie sich die indigene Bevölkerung Kaliforniens wie z.B. die Pechanga-Gruppe, der das größte Casino Kaliforniens gehört, in dieser Angelegenheit verhalten werden. Zurzeit noch neutral dem Gesetzesentwurf gegenüber bestehen sie jedoch ausdrücklich darauf, dass eine ‚Bad Actor‘ Klausel in den Entwurf mit aufgenommen wird, das z.B. Unternehmen wie PokerStars grundsätzlich ausschließt, die in der Vergangenheit aufgrund des Verdachts von illegalem Glücksspiel mit der Gesetzgebung in Konflikt gerieten. Da PokerStars außerdem zusammen mit Full Tilt Poker zur Amaya-Gruppe gehören, hätte diese aufgrund der gewünschten Gesetzesimplementierung seitens der Stämme keinen Boden für eigene und neue Pokerräume.

Es bleibt abzuwarten, was der ausführlichere Gesetzesentwurf zu sagen hat und inwiefern die Interessen der unterschiedlichen Parteien vereinbart werden können, was die kommenden Anhörungen über die Sommermonate hinweg zeigen werden. Wir bleiben an diesem spannenden Thema dran und berichten zeitnah, wenn es Neuigkeiten gibt!

Hinterlasse einen Kommentar

preloader